18.06.1849 Nationalversammlung aufgelöst - wissenschaft.de
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18.06.1849

Nationalversammlung aufgelöst

Ein deutscher Nationalstaat, ein deutsches Parlament, eine neue Verfassung, so lauteten einige der Forderungen der Revolutionäre und Revolutionärinnen von 1848. Zunächst schien der Erfolg nahe: In der Frankfurter Paulskirche beriet schließlich die Nationalversammlung über eine gesamtdeutsche Reichsverfassung. Doch der Beratungsprozess gestaltete sich zäh, dem hehren Ziel war kein Erfolg beschieden. Mit der Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV. und dem Rückzug der preußischen, österreichischen, sächsischen und bayerischen Abgeordneten begann die Auflösung der Nationalversammlung.

Ein „Rumpfparlament“ verlagerte seinen Sitz nach Stuttgart, ins Königreich Württemberg. Dort wurde die Anwesenheit der Parlamentarier angesichts der Aufstände im nahen Baden zunehmend als Problem gesehen, und so bereitete schließlich das württembergische Militär dem ersten demokratischen Parlament Deutschlands ein Ende. Am 18. Juni 1849 versperrten Soldaten den Abgeordneten den Weg zum Sitzungslokal und lösten den darauffolgenden Protestmarsch der knapp 100 Parlamentarier auf. 13 Monate hatte der Traum vom fortschrittlichen deutschen Verfassungsstaat, getragen von breiter politischer Partizipation, gewährt. Viele „Achtundvierziger“ emigrierten danach in liberalere Länder und in die Neue Welt – mit ihren politischen Idealen im Gepäck.

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