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18.10.1842

Ludwig I. eröffnet Walhalla

Walhalla
Blick auf die Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf im bayerischen Landkreis Regensburg. Mauritius Images / Pitopia / harald

Ein Chor schmetterte die Ballade „Brüder vom teutschen Bunde“ in die Tiefen des Donautals. Am 18. Oktober 1842 wurde die Walhalla bei Donaustauf, östlich von Regensburg, in einer sonst eher bescheidenen Zeremonie eröffnet. Zur Einweihung wurden 96 Marmorbüsten verstorbener Personen aus 2000 Jahren deutscher Geschichte im Ruhmestempel aufgestellt. Hinzu kamen 64 Gedenktafeln, die an Ereignisse oder Personen erinnerten, für die es keine belegten bildlichen Vorlagen gab.

Die Pläne zur Errichtung eines Denkmals im Andenken an Persönlichkeiten „teutscher Zungen“ fasste Ludwig I. von Bayern früh. Bereits als Kronprinz gab er seit 1807 eine Vielzahl von Marmorbüsten in Auftrag, die er künftig in einem Ehrentempel versammelt wissen wollte. Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches beabsichtigte Ludwig I., mit der Walhalla an das gemeinsame Erbe aller Deutschen zu erinnern und eine nationale Identität zu schaffen. Im Gegensatz zur namensgebenden Halle der Gefallenen aus der nordischen Mythologie war sie nicht als Ruhmesstätte für das Militär gedacht, sondern auch für Männer und Frauen aus Wissenschaft, Kunst und Politik. Bis zur Niederlage Napoleons war an die Umsetzung eines solchen Projektes freilich nicht zu denken. Erst 1830 konnte der Architekt Leo von Klenze mit dem Bau beginnen und das dem Parthenon nachempfundene klassizistische Gedenkbauwerk erschaffen. Heute umfasst die Sammlung in der Walhalla 131 Büsten und 65 Gedenktafeln. Zuletzt wurde Max Planck in die Reihen der Geehrten aufgenommen.

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