Anzeige
Anzeige

19.03.1729

Heiliger Johannes Nepomuk

An vielen Brücken in Süddeutschland, Österreich und dem einstigen Böhmen finden sich Statuen des heiligen Johannes Nepomuk. Der um 1350 in Pomuk bei Pilsen geborene Priester stieg zum Generalvikar des Prager Erzbischofs Johannes von Jenstein auf. 1393 geriet König Wenzel IV. jedoch mit Jenstein über die geplante Errichtung eines westböhmischen Bistums in Kladrau in Konflikt. Der Erzbischof durchkreuzte die königlichen Pläne, woran auch Johannes Nepomuk beteiligt war. Auf Geheiß des Königs wurde Nepomuk gefangen genommen, gefoltert, von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt und ertränkt.

Zunächst in der Prager Heilig-Kreuz-Kirche bestattet, wurden die Gebeine des nun als Märtyrer Verehrten 1396 in den Veitsdom transferiert. Seit dem 15. Jahrhundert kursierte die Legende, Johannes Nepomuk habe König Wenzel nicht verraten, was dessen der Untreue verdächtigte Gemahlin Sophie von Böhmen ihm in der Beichte anvertraut habe. Wegen dieser Wahrung des Beichtgeheimnisses sei Nepomuk ermordet worden. Im Zuge der Rekatholisierung Böhmens im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Kult um Johannes Nepomuk gezielt gefördert. Er wurde als „Gegenheiliger“ zum immer noch verehrten Reformator Jan Hus (hingerichtet 1415) inszeniert. Als man schließlich bei einer Untersuchung der Grabstätte im Veitsdom im Jahr 1719 die Gebeine Johann Nepomuks angeblich unversehrt auffand, folgten 1721 die Seligsprechung und am 19. März 1729 die Heiligsprechung durch Papst Benedikt XIII.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

Hören Sie hier die aktuelle Episode:

Anzeige

Wissenschaftslexikon

♦ Di|plom|phy|si|ker  〈m. 3; Abk.: Dipl.–Phys.〉 Physiker mit abgeschlossener Hochschulbildung

♦ Die Buchstabenfolge di|plo… kann in Fremdwörtern auch dip|lo… getrennt werden.

Karp|fen|ähn|li|che(r)  〈m. 29; Zool.〉 Angehöriger einer Unterordnung der Karpfenfische, charakterisiert durch zahnlose Kiefer u. Zähne auf den Schlundknochen: Cyprinoidei

En|te|ron  〈n.; –s, –te|ra; Med.〉 Darm, insbes. Dünndarm, Eingeweide [grch.]

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige