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02.04.1852

Auflösung der Reichsflotte

Mit der Diskussion um den Deutschen Bund wurde auch die deutsche Reichsmarine in Frage gestellt. Sie sei zu teuer und ohne erkennbaren Zweck, befanden die Parlamentarier. Am 2. April 1852 fasste die Bundesversammlung daher den Beschluss, die gemeinsame Flotte aufzulösen. Sie bestand zu diesem Zeitpunkt aus mehreren Dampf- und Segelfregatten, Dampfkorvetten sowie aus weiteren kleineren Schiffen. Die Abwicklung dauerte bis Ende Oktober 1853, wobei einige Schiffe der preußischen Marine überlassen und die restlichen Flottenteile verkauft wurden. Auch das Marinepersonal mit knapp 600 Mann wurde Zug um Zug ausgemustert.

Nach der Revolution von 1848/49 war im Zuge der Nationalbewegung die Idee einer gemeinsamen Flotte populär gewesen. Insbesondere die schon länger schwelenden Auseinandersetzungen auf See zwischen Dänemark und den Herzogtümern Schleswig und Holstein forcierten den schnellen Aufbau einer deutschen Reichsflotte. Es galt, die deutschen Handelsschiffe zu sichern. Zum Befehlshaber wurde der Marineoffizier Karl Rudolf Brommy ernannt, der zuvor im Dienst der griechi-schen Seestreitkräfte gestanden hatte. Doch bis auf kleinere Gefechte mit der dänischen Flotte, die einen Handelskrieg gegen die deutschen Küstenstaaten führte, kam die Flotte gar nicht zum Einsatz, insbesondere nicht beim Schleswig-Holsteinischen Krieg (1848–1851). Erst die spätere Flotte des Norddeutschen Bundes legte den Grundstein für die heutige Deutsche Marine.

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