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02.03.1657

Großbrand in Edo

Während des 17. Jahrhunderts wuchs das einst unbedeutende Edo, das heutige Tokio, als Residenzstadt des Tokugawa-Shōgunats zu einer der größten Städte der Welt heran. Zwar war Kyoto offizielle Hauptstadt und Sitz des Kaisers, doch Edo mit seinen etwa 300 000 Einwohnern entwickelte sich zum politischen Zentrum.

Wie genau am 2. März 1657 im Hongō-Viertel das Feuer ausbrach, ist nicht geklärt. Der Legende nach wurde es durch einen Priester verursacht, als er einen angeblich verfluchten Kimono verbrennen wollte. Alle Mädchen, die ihn zuvor bekommen hatten, waren nämlich gestorben, bevor sie ihn tragen konnten. Als das Stück dem Feuer übergeben werden sollte, sei ein Windstoß hineingefahren, so dass der hölzerne Tempel in Flammen aufging. Klar ist jedenfalls, dass sich die Flammen rasch über die ganze Stadt verbreiteten. In drei Tagen verbrannten nicht nur einfache
Häuser, sondern auch zahllose Residenzen von Feudalherren (Daimyō) und Samurai, Schreine und Tempel. Auch die Burg der Tokugawa im Zentrum Edos brannte fast vollständig ab. Über 100 000 Menschen sollen ihr Leben verloren haben. Die in 64 Brigaden gegliederte Berufsfeuerwehr, die es seit 1649 gab, konnte der Flammen nicht Herr werden. Beim planmäßigen Wiederaufbau der fast völlig zerstörten Stadt zog das Shōgunat Lehren aus der Katastrophe. Es ließ breitere Straßen anlegen und achtete auf eine geringere Bebauungsdichte.

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