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20.01.1327

Eduard II. muss abdanken

Eduard II. gilt als ein König, der England mit wenig Geschick, aber umso mehr Willkür regierte. Bei Bannockburn erlitt er 1314 demütigende Niederlagen gegen die Schotten und musste hinnehmen, dass der Gegner Teile von Nordengland überrannte. Misswirtschaft und die Begünstigung von Favoriten wie Piers Gaveston oder Hugh le Despenser, denen der König hohe Ämter verschaffte, führten zu einer wachsenden Opposition im Adel. Als Eduard eine Rebellion seines Vetters Thomas von Lancaster niederschlagen und seine autoritäre Herrschaft weiter ausbauen konnte, war es seine Gemahlin Isabelle de France, die sich an die Spitze der Opposition stellte. Von ihrer Heimat Frankreich aus, wo sie im Krieg gegen England vermitteln sollte, sammelte sie ein Invasionsheer, mit dem sie im September 1326 in England landete. An ihrer Seite war ihr Geliebter Roger Mortimer. Eduard konnte den Angreifern nichts entgegensetzen, zumal die englischen Adligen in Scharen zu Isabelle überliefen.

Am 16. November 1326 wurde König Eduard II. gefangen genommen. Zu der langen Liste an Vorwürfen, die offiziell gegen ihn erhoben wurden, gehörten: die Unfähigkeit zu regieren, der Bruch des Krönungseids, Günstlingswirtschaft sowie der Verlust von Schottland, Irland und der Gascogne. Am 20. Januar 1327 wurde Eduard zur Abdankung gezwungen. Sein Nachfolger wurde sein 15-jähriger Sohn Eduard III. Er selbst starb nur wenige Monate später in Gefangenschaft – ob eines natürlichen Todes oder durch Mord, ist unklar.

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Flug|ki|lo|me|ter  〈m. 3〉 in der Luft zurückgelegter Kilometer

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