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21.11.1716

Festnahme der Gräfin Cosel

Es soll Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, als Kurfürst August der Starke von Sachsen im Jahr 1704 erstmals die attraktive Anna Constantia sah, damals noch Ehefrau von Reichsgraf Adolph Magnus von Hoym. Er holte die gebildete Frau an seinen Hof, nicht ohne die Warnung Hoyms, Anna Constantia sei nicht geeignet, die Stellung einer offiziellen Mätresse einzunehmen. August der Starke jedoch war von der jungen Frau so bezaubert, dass er ihr auf Verlangen 1705 ein schriftliches Eheversprechen für den Fall ausstellte, dass seine rechtmäßige Ehefrau starb. Aus der Beziehung der beiden gingen drei Kinder hervor. August ließ Anna Constantia, die schnell Karriere am Dresdner Hof machte, 1706 zur Reichsgräfin von Cosel erheben. Deren Einmischung in politische Belange erregte jedoch Missfallen.

Der Kurfürst, enerviert durch die Eifersucht, die die Gräfin seiner polnischen Mätresse Maria Magdalena von Dönhoff entgegenbrachte, wandte sich schließlich von der Cosel ab, verbannte sie 1713 nach Schloss Pillnitz und forderte vergebens den Ehevertrag zurück, der zu einem Skandal geführt hätte, wäre er denn an die Öffentlichkeit gelangt. Als die Gräfin Cosel Ende 1715 nach Berlin floh, wurde sie für August den Starken zur Staatsfeindin. Auf sein Ersuchen wurde sie am 21. November 1716 in Halle festgenommen und ausgeliefert. Der sächsische Kurfürst ließ sie auf die Festung Stolpen verbannen, wo sie fast 50 Jahre später starb.

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Tusch|ma|le|rei  〈f. 18; unz.〉 in Ostasien heimische Malerei mit schwarzer Tusche auf Papier

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