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21.10.1680

Comédie-Française gegründet

Lange Jahre war Molière ein Favorit Ludwigs XIV. gewesen und hatte sich insbesondere mit seinen Komödien die Gunst des höfischen wie des Pariser Publikums erspielt. Als er 1673 starb, verlor seine Schauspieltruppe nicht nur ihren Leiter, sondern auch ihre Spielstätte im Palais Royal. Das Ensemble, dessen Leitung vor-übergehend Molières Witwe Armande Béjart übernahm, schloss sich daher der Truppe des Théâtre du Marais an. Zusammen gab man sich den neuen Namen Théâtre Guénégaud. Größte Konkurrentin war die Troupe Royale, die im Théâtre de l’hôtel de Bourgogne spielte. Die Rivalität zwischen beiden Häusern erreichte einen Höhepunkt noch zu Lebzeiten Molières, als sein einstiger Schützling Jean Baptiste Racine seine Truppe verließ, obendrein die beliebte Schauspielerin Mademoiselle du Parc mitnahm und sich der Troupe Royale anschloss.

Am 21. Oktober 1680 verfügte König Ludwig XIV. die Zusammenlegung der beiden rivalisierenden Schauspieltruppen. Es entstand die Comédie-Française, Frankreichs traditionsreichstes Theater, eines von nur sechs Nationaltheatern und das einzige mit festem Ensemble. Bereits im August 1680 war das neue Theater mit Werken von Racine und La Chapelle erstmals öffentlich zu sehen. Und während der Sonnenkönig die Comédie-Française durch finanzielle Zuwendungen großzügig unterstützte, wurde Moliére postum zum inoffiziellen Patron des Hauses, das bis heute auch „La maison de Molière“ genannt wird.

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