21.09.1338 Erste Seeschlacht mit Kanonen - wissenschaft.de
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21.09.1338

Erste Seeschlacht mit Kanonen

1338, im zweiten Jahr des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich, lancierte Philipp VI. von Frankreich Angriffe auf englische Häfen und Handelsschiffe. Damit wollte er den finanziell ohnehin schwer angeschlagenen Eduard III. von England empfindlich treffen. Denn zur Kriegsfinanzierung war Eduard dringend auf die Einkünfte aus dem Wollhandel angewiesen. Von 1338 bis 1340 wurde daher der Ärmelkanal Schauplatz mehrerer Seegefechte, wovon das erste am 21. September 1338 nahe der zeeländischen Hafenstadt Arnemuiden stattfand. Ziel der französischen Flotte unter den Befehlshabern Hugues Quieret und Nicolas Béhuchet waren fünf englische Schiffe, die Wolle nach Flandern liefern wollten. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit konnten sich die Engländer lange wehren, nicht zuletzt dank der drei Kanonen und einer Handfeuerwaffe, die auf einem ihrer Schiffe, der „Christopher“, zur Verfügung standen.

Die Schlacht von Arnemuiden war der Auftakt zum Seekrieg im Ärmelkanal und gilt dazu als die erste militärische Ausein-andersetzung zu Wasser, bei der Kanonen zum Einsatz kamen. Trotz des Technologievorsprungs musste Kommandeur John Kingston schließlich kapitulieren. Die englischen Schiffe wurden geentert und in die französische Flotte eingegliedert. Die gefangenen englischen Seeleute wurden hingerichtet.

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