23.05.1059 Philipp wird zum König gewählt - wissenschaft.de
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23.05.1059

Philipp wird zum König gewählt

Seit 1031 saß König Heinrich I. auf dem französischen Thron und hatte die langen Jahre seiner Herrschaft vor allem im Kampf verbracht: gegen die immer weiter erstarkenden Fürsten und den unaufhaltsamen Verfall der Königsgewalt, der ihn beinahe handlungsunfähig machte. Auch um die Krone hatte er kämpfen müssen, als sich 1031 sein Bruder Robert mit Unterstützung ihrer beider Mutter Konstanze und mächtige Fürsten Frankreichs gegen ihn erhoben und er sich nur mit Mühe hatte durchsetzen können. Fast 30 Jahre später war er von Alter und Krankheit gezeichnet. Um gerade in dieser Situation der Schwäche der königlichen Zentralgewalt und seinem ältesten Sohn Philipp – und damit der Dynastie der Kapetinger – die Krone zu sichern, entschloss er sich, die Nachfolge noch zu seinen Lebzeiten zu regeln.

Philipp war nach dem Vater Alexanders des Großen und nach dem in Byzanz besonders verehrten Apostel Philippus benannt, beides Reminiszenzen an die Verwandtschaft seiner Mutter Anna von Kiew mit byzantinischem Adel. Zu Pfingsten des Jahres 1059 ließ Heinrich den Siebenjährigen in Reims zum Mitkönig wählen und anschließend weihen. Erzbischof Gervasius von Reims hatte als Nachfolger des Remigius von Reims, der einst Chlodwig getauft haben soll, für sich und alle künftigen Erzbischöfe von Reims erstmals das Recht beansprucht, den König zu wählen und zu
weihen. Ein Jahr darauf, 1060, verstarb Heinrich I. Die Regentschaft für Philipp übernahm seine Mutter, Anna von Kiew.

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