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24.04.1671

Stenka Rasin wird hingerichtet

Die Expansionspolitik der russischen Zaren seit Beginn des 17. Jahrhunderts brachte für die neu ins Russische Reich eingegliederten nicht-russischen Völker im WolgaRaum hauptsächlich Unterdrückung, Zwangstaufen durch die orthodoxe Kirche und hohe Abgaben. Die Wolga-Völker begannen aufzubegehren und fanden im Don-Kosaken Stenka Rasin, der die Autonomie der Kosaken bewahren wollte, einen entschlossenen Anführer. 1670 kam es zum offenen Aufstand. Immer mehr Bauern und Kosaken schlossen sich Rasin an und kämpften unter seiner Führung gegen die Truppen Zar Alexeis I., bis sie, zumindest zeitweise, weite Teile Südrusslands unter ihrer Kontrolle hatten. Ihr Ziel waren die Zurückdrängung der Russen mitsamt ihrem als unterdrückend empfundenen Verwaltungssystem, die Abschaffung der Leibeigenschaft und die Einführung von Versammlungen und gewählten Oberhäuptern, wie es bei den Kosaken üblich war.

Die zaristischen Kämpfer konnten die Aufständischen jedoch schon bald zurückdrängen, und Rasins Anhängerschaft löste sich auf. Er selbst fiel einem Verrat seiner eigenen Leute zum Opfer. Am 24. April 1671 nahmen ihn Kosaken aus seinem Gefolge gefangen und lieferten ihn an Zar Alexei aus, der ihn schließlich hinrichten ließ. In Liedern und Legenden ist die Erinnerung an den Führer des Bauernaufstands als Kämpfer gegen Unterdrückung noch immer lebendig.

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