24.09.1789 Erste Gewinnung von Uran - wissenschaft.de
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24.09.1789

Erste Gewinnung von Uran

Die Begeisterung von Martin Heinrich Klaproth galt ganz der Chemie und der Erforschung von Metallen. Als Sohn eines Schneiders im Harz geboren, nahm der Apothekengehilfe Unterricht bei namhaften Chemikern. Seit 1771 arbeitete Klaproth als Apotheker in Berlin und verbrachte viele Stunden forschend und experimentierend in seinem Laboratorium. Seit 1787 lehrte er als Professor für Chemie an der Berliner Artillerieschule sowie als Dozent am „Collegium medico-chirurgicum“ und am Berg- und Hütteninstitut. Klaproth begründete eine methodisch exakte, wissenschaftliche Arbeitsweise und war in vielen Bereichen ein Pionier.

Am 24. September 1789 beschrieb er in einem Vortrag vor der Berliner Akademie der Wissenschaften, wie er aus Pechblende, einem dunklen Mineralgestein, das aus der Erzgrube „Georg Wagsforth“ bei Johanngeorgenstadt im Erzgebirge stammte, mittels Essigsäure und Erwärmen ein schwarzes Pulver gewonnen hatte, das er zunächst Uranit, später Uran benannte – nach dem kurz zuvor entdeckten Planeten Uranus. Klaproth hatte das Element Uran entdeckt, und zwar als Oxid. Erst im 19. Jahrhundert gelang die Gewinnung reinen Uranmetalls sowie der Nachweis von dessen Radioaktivität. Klaproth aber, der nie selbst eine Universität besucht hatte, wurde 1810 erster ordentlicher Professor für Chemie an der Universität Berlin.

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