25.04.1960 Sieg der Zwangskollektivierung - wissenschaft.de
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25.04.1960

Sieg der Zwangskollektivierung

„Junkerland in Bauernland“: Noch vor der Gründung der DDR im Jahr 1949 wurde der Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der sowjetischen Besatzungszone unter diesem Motto weitgehend entschädigungslos enteignet. Mehr als 2,5 Millionen Hektar Fläche wurden an „Neubauern“ verteilt. Seit 1952 trieb die SED-Führung nach dem Vorbild sowjetischer Kolchosen die Bildung von „Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften“, kurz LPG genannt, verstärkt voran. Wie in der Industrie sollten auch im Agrarbereich die Güter fortan im Kollektiv produziert werden. Die Umstellung auf die genossenschaftliche Großproduktion erreichte 1960 ihren Höhepunkt; 800 000 Bauern waren Mitglieder von LPGs geworden. Am 25. April 1960 verkündete der Erste Sekretär des Zentralkomitees der SED Walter Ulbricht auf der Volkskammersitzung den „Sieg der sozialistischen Produktionsverhältnisse auch in der Landwirtschaft“ der DDR.

Der Weg bis dahin war jedoch mehr als steinig gewesen. Die LPGs galten zwar als „freiwillige Vereinigungen von Bäuerinnen und Bauern, Gärtnern und anderen Bürgern zur gemeinsamen sozialistischen Produktion und zur ständig besseren Versorgung der Bevölkerung“. Doch statt Freiwilligkeit herrschte oft Zwang. Die Repressionen bei Verweigerung hatten zur Folge, dass viele Bauern aus der DDR flohen. Statt der erhofften sozialistischen Produktionssteigerung trat eine handfeste Versorgungskrise ein.

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