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25.08.1580

Schlacht von Alcantara

König Sebastian von Portugal hatte einen Traum: das marokkanische Reich zu erobern und Nordafrika wieder zu christianisieren. Der junge Monarch war so gefangen in seiner Traumwelt ritterlicher Ideale, dass er 1578 zu einem Kreuzzug nach Marokko aufbrach, die Warnungen und Ratschläge aller Welt ignorierend. In der Schlacht von Alcácer-Quibir fand er den Tod, und mit ihm der Großteil seines 18 000 Mann starken Heeres – eine Katastrophe für Portugal. Nicht nur, weil der kinderlose König keinen Nachfolger hinterließ, sondern auch, weil er sein Reich militärisch und finanziell auf Jahre hinaus ruiniert hatte.

Als letzter legitimer Angehöriger des Herrscherhauses Avis bestieg nun Sebastians Onkel Heinrich, ein Kardinal der römischen Kirche, den Thron. Doch der „Kardinalkönig“ Heinrich I. starb 1580, und das folgende Machtvakuum offenbarte, wie sehr Portugal unter den Folgen des marokkanischen Desasters litt. Zunächst rief sich António von Crato, ein illegitimer Angehöriger des Herrscherhauses, zum König aus. Doch auch der Habsburger Philipp II. von Spanien hatte Ambitionen. Unter dem Kommando von Don Fernando Álvarez de Toledo, Herzog von Alba, entsandte Philipp daher ein 40 000 Mann starkes Heer nach Portugal. António von Crato hatte der spanischen Übermacht nichts entgegenzusetzen, als es am 25. August 1580 bei Alcantara zur Schlacht kam: Portugals Krone fiel an den spanischen König.

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