Anzeige
Anzeige

25.10.1971

Reformhochschule in Kassel

Plötzlich ging alles ganz schnell: In nur einem Dreivierteljahr ließ die hessische Landesregierung in Kassel-Oberzwehren das Hauptgebäude der künftigen Reformhochschule errichten. Das Projekt hatte der sozialdemokratische Kultusminister Ludwig von Friedeburg vorangetrieben. Die Hochschule sollte mit den elitären Strukturen sogenannter Traditionsuniversitäten brechen und im Nordhessischen Bildungschancen für weite Kreise eröffnen.

Und so fand der Gründungsakt für die „Gesamthochschule Kassel“ am 25. Oktober 1971 auch ganz unprätentiös in der Mensa statt. Am folgenden Tag strömten fast 3000 Studenten und Studentinnen in die neuen Hörsäle. Mit Vera Rüdiger als Gründungspräsidentin wurde die erste Frau an der Spitze einer Hochschule in Westdeutschland ernannt. Das Konzept der Gesamthochschule sah eine Integration von Universität, Fachhochschule und Pädagogischer Hochschule vor. Die Studentenschaft setzte sich daher zur einen Hälfte aus Abiturienten und zur anderen aus Fachhochschulabsolventen zusammen. Zum Markenkern der Hochschule wurden die gestuften Diplomstudiengänge – das „Kasseler Modell“. Diplom I ist bereits voll berufsqualifizierend, Diplom II dem Masterabschluss gleichgestellt. Seit 2002 einfach „Universität Kassel“ genannt, zählt sie heute mit rund 25 000 Studenten und Studentinnen zu den mittelgroßen Universitäten in Deutschland.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

Hören Sie hier die aktuelle Episode:

Anzeige

Wissenschaftslexikon

psy|cho|phy|sisch  〈Adj.〉 die Psychophysik betreffend, auf ihr beruhend ● ~er Parallelismus Theorie, nach der die physischen Reize von den Empfindungen unabhängig sind, aber mit ihnen parallel verlaufen ... mehr

Mu|sik|zeit|schrift  〈f. 20〉 Zeitschrift für den Bereich Musik

Knob|lauch  〈m.; –s; unz.〉 1 〈Bot.〉 zu den Liliengewächsen gehörende Pflanze mit zwiebeltragenden Dolden von scharfem Geruch: Allium sativum 2 als Gewürz u. Heilmittel verwendete Zwiebel des Knoblauchs ( ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige