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25.09.1396

Schlacht bei Nikopolis

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts hatten die Osmanen weite Gebiete des Byzantinischen Reichs und des Balkans unter ihrer Kontrolle. Ungarn lief Gefahr, erobert zu werden, und Venedig fürchtete um seine Vorherrschaft im Mittelmeerraum. Im Westen banden der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich sowie das Abendländische Schisma, der Konflikt innerhalb des Papsttums, die Kräfte der Herrschenden. Es kam jedoch nicht zuletzt durch Anstrengungen der beiden Päpste Bonifatius IX. und Benedikt XIII. zur Formierung eines Kreuzfahrerheeres.

1396 sammelte sich eine Allianz von Rittern des Heiligen Römischen Reichs, Frankreichs, Böhmens, Ungarns und vieler anderer Reiche sowie der Johanniter und des Deutschen Ordens in Buda. Zunächst versuchte man vergeblich, das von den Osmanen beherrschte Nikopolis in Bulgarien einzunehmen. Am 25. September 1396 traf eine osmanische Streitmacht Sultan Bayezids I. vor Nikopolis ein, und es kam zur Schlacht. Das christliche Heer wurde aufgerieben, hunderte, wenn nicht tausende Gefangene, so heißt es, ließ Bayezid hinrichten. Zahlreiche Ritter kamen auf der Flucht ums Leben. Doch auch die Osmanen hatten hohe Verluste zu beklagen. Am Ende herrschte im Abendland zwar blankes Entsetzen, doch wandte man die Aufmerksamkeit schnell wieder den Konflikten untereinander zu. Die Türkenabwehr blieb in den kommenden Jahrzehnten wieder hauptsächlich den betroffenen Reichen auf dem Balkan überlassen.

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Straf|ver|ei|te|lung  〈f. 20; Rechtsw.〉 Straftat, die darin besteht, die Bestrafung od. Vollstreckung der Strafe eines anderen absichtlich od. wissentlich zu verhindern

Phyl|lo|xe|ra  〈f.; –, –xe|ren; Zool.〉 = Reblaus [<grch. phyllon ... mehr

Pe|ter|männ|chen  〈n. 14; Zool.〉 mit Stachelflossen u. Giftdrüsen versehener Drachenfisch, der von einigen Fischerstämmen dem heiligen Petrus geweiht wird: Trachinus draco

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