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29.11.1830

Polen im Aufstand

Frankreich, Belgien, Deutschland oder Italien: Im Jahr 1830 erlebte Europa eine revolutionäre Welle. Auch weiter östlich, im zwischen Habsburg, Russland und Preußen geteilten Polen, rumorte es gewaltig. Zum Konfliktherd entwickelte sich der russische Teil Polens. Dort erwachte der Widerstand gegen Zar Nikolaus I. und dessen Russifizierungsvorhaben in den polnischen Gebieten. Der Bruder des Zaren, Großfürst Konstantin, der als Statthalter in Warschau residierte, schränkte zudem die polnischen Verfassungsgrundsätze weiter ein. Das brachte das Fass zum Überlaufen.

Am 29. November 1830 stürmten Kadetten der Warschauer Militärakademie unter Führung des jungen Offiziers Piotr Wysocki das Schloss Belvedere in Warschau. Die Gefangennahme des Großfürsten Konstantin scheiterte, doch der Funke der Revolution war nun entzündet. Und tatsächlich verliefen die ersten militärischen Gefechte für die polnische Unabhängigkeitsbewegung durchaus vielsprechend. Doch auf die Dauer geriet die polnische Armee gegen die zahlenmäßig übermächtigen Russen ins Hintertreffen. Im September 1831 erfolgte die Rückeroberung der Stadt Warschau. Damit war der November-Aufstand nach knapp einem Jahr gescheitert. Infolge der polnischen Niederlagen flohen rund 50 000 Revolutionäre nach Westen, wo ihnen große Sympathien entgegengebracht wurden. Die in Polen gebliebenen Aufständischen wurden dagegen von einer Verhaftungswelle erfasst und viele anschließend nach Sibirien geschafft.

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