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29.10.1786

Goethe trifft in Rom ein

„Ja, ich bin endlich in dieser Hauptstadt der Welt angelangt“, notierte Johann Wolfgang von Goethe am 29. Oktober 1786 in sein Tagebuch, „alle Träume meiner Jugend sehe ich nun lebendig.“ Er hatte Rom erreicht. Mit seiner Italienreise erfüllte Goethe sich nicht nur einen Lebenstraum, sondern floh vor seinen alles Schöpferische erdrückenden Verwaltungsaufgaben am Weimarer Hof. Einige Monate sollte die Reise ursprünglich dauern, am Ende waren es fast zwei Jahre, und die meiste Zeit davon verbrachte Goethe in Rom. Dort zog er in die Wohnung des deutschen Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in der Via del Corso.

Es war nicht das Rom der Kirchen, des Mittelalters und der Renaissance, das Goethe suchte, sondern das der Antike. Vier Monate lang tauchte er in das Erbe und den Geist der Antike ein, studierte die steinernen Zeugen der Vergangenheit und ließ sich von ihnen inspirieren. Er vollendete seine „Iphigenie“ und den „Egmont“, zeichnete, betrieb aber auch naturwissenschaftliche Studien. Nach vier Monaten brach er über Neapel nach Sizilien auf, um im Juni 1787 nach Rom zurückzukehren. Diesmal blieb er zehn Monate. Später wird er von einer „Wiedergeburt“ schreiben – und dass er in Rom erstmals richtig glücklich war. Ein letzter Streifzug im Mondschein beendete im Mai 1788 seinen Aufenthalt in der Ewigen Stadt. Aus seinen Reisetagebüchern entstand Jahrzehnte später die berühmte „Italienische Reise“, eine stilisierte Fassung seiner Tagebuchaufzeichnungen.

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Trieb|werk  〈n. 11〉 1 〈Tech.〉 Antriebsvorrichtung 2 〈Flugw.〉 2.1 Motor mit Propeller ... mehr

pek|to|ral  〈Adj.; Med.〉 zur Brust gehörend, von ihr ausgehend [zu lat. pectus, ... mehr

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