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03.10.382

Gotenvertrag abgeschlossen

Theodosius_I._der_Große,_röm._Kaiser_(379–05);_347–395.__Missorium_Theodosius’_I.;_Ausschnitt:_Theodosius_überreicht_einem_Konsul_das_Codicillar-Diptychon.__Silbermedaillon,_dat._388._Durchmesser_7,4_cm._Madrid,_Real_Academia_de_la_Historia.
In ständiger Auseinandersetzung mit den Goten: Kaiser Theodosius I. (Silberplatte, 4. Jahrhundert). AKG / Werner Forman

Die Goten waren seit der Regierungszeit Kaiser Konstantins nicht nur Roms Feinde, sondern auch Bündnispartner. Sie kämpften im römischen Heer und durften sich im Reich ansiedeln. Allerdings mussten sie dafür ihren Stammesverband aufgeben und sich der römischen Gerichtsbarkeit unterwerfen: Fruchtbarer Boden und Teilhabe an der Kultur Roms statt kultureller Identität und Eigenständigkeit, das war der Deal. Doch sie wollten mehr.

In der Schlacht von Adrianopel 378 besiegte ein westgotisches Heer Kaiser Valens. Selbst den römischen Historiographen fiel es schwer, diese Katastrophe schönzureden. Kaiser Theodosius I. versuchte es zunächst weiterhin mit militärischer Gewalt. Aber die Goten waren ja nur eines seiner zahlreichen Probleme, und bald sah er ein, dass er auf diesem Weg nicht vorankam. Am 3. Oktober 382 schloss der römische Heermeister Saturninus im Namen des Kaisers mit den Goten einen Vertrag ab. Dieser Vertrag sah vor, dass die Goten sich im unteren Donaugebiet ansiedeln durften. Als Gegenleistung mussten sie sich zur Waffenhilfe verpflichten. Zum ersten Mal aber behielten sie ihre Stammesstrukturen und ihr Recht bei, kurzum, sie errichteten ihr eigenes Reich im Imperium Romanum. Kurzfristig hatte Theodosius sich auf diese Weise ein Problem vom Hals geschafft, langfristig war dies ein weiterer Hammerschlag, der die Mauer der römischen Herrschaft zerbröckeln ließ.

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