30.01.1349 Königswahl in Frankfurt - wissenschaft.de
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30.01.1349

Königswahl in Frankfurt

Zu den wichtigsten Männern um Kaiser Ludwig den Bayern gehörte zweifellos Günther, Graf von Schwarzburg-Blankenburg. Die Familie war vornehmlich in Thüringen begütert, und schon Günthers Vater war ein Anhänger der Wittelsbacher gewesen. Günther hielt sich als Vertrauter in den Jahren zwischen 1334 und 1339 fast ständig am Hof Ludwigs auf und war für ihn diplomatisch tätig. 1347 starb Ludwig der Bayer, und die wittelsbachische Partei suchte nach einem Nachfolger, der dem Luxemburger Karl IV. die Herrschaft streitig machen könnte. Die Wahl fiel schließlich auf Günther von Schwarzburg.

Am 30. Januar 1349 wurde er mit der Stimmenmehrheit von Erzbischof Heinrich von Mainz, Markgraf Ludwig von Brandenburg, Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg und den Pfalzgrafen bei Rhein Rudolf und Ruprecht im Dominikanerkloster in Frankfurt am Main zum römischen König gewählt. In Frankfurt nahm Günther von Schwarzburg einen Monat später auch die Huldigung der Bevölkerung entgegen. Karl IV. hatte er dennoch nichts entgegenzusetzen. Der Luxemburger zeigte sich militärisch überlegen und konnte zudem Günthers Anhänger auf seine Seite ziehen. Günther verzichtete schließlich am 26. Mai 1349 im Vertrag von Eltville gegen Geld und Straffreiheit für seine Anhänger auf das Königtum. Da war er bereits schwer erkrankt und starb kurze Zeit später, am 14. Juni 1349, im Johanniterkloster in Frankfurt. Dass er, wie es kolportiert wurde, durch seine Gegner vergiftet worden sei, ist nicht belegbar.

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