04.06.1629 Terror auf Beacon Island - wissenschaft.de
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04.06.1629

Terror auf Beacon Island

Am 4. Juni 1629 lief die „Batavia“, ein Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie, vor der Westküste Australiens auf ein Riff auf und schlug leck. Von der Besatzung und den Passagieren konnten sich etwa 280 Männer, Frauen und Kinder auf das nahe gelegene Beacon Island retten. Kapitän Arien Jacobs sowie der Flottenkommandeur Francisco Pelsaert brachen in einem Beiboot Richtung Jakarta auf, um Hilfe zu holen. Derweil übergaben sie das Kommando Jeronimus Cornelisz. Der hatte schon vor der Havarie Meutereipläne geschmiedet, um sich an der kostbaren Ladung des Schiffes zu bereichern. Cornelisz. kontrollierte die wenigen aus dem Schiffswrack stammenden Wasser- und Nahrungsvorräte sowie die Waffen. Auf der Insel selbst gab es kein Trinkwasser und kaum etwas zu essen.

Cornelisz. und eine Horde handverlesener Männer errichteten eine Schreckensherrschaft über die anderen Schiffbrüchigen. In den folgenden drei Monaten wurden systematisch alle getötet, die alt, krank oder nicht unterwürfig genug waren, etwa 125 Männer, Frauen und auch Kinder. Nur eine Gruppe um den Soldaten Weibbe Hayes konnte sich auf einer Nachbarinsel verschanzen. Als es am 17. September 1629 zum entscheidenden Kampf kommen sollte, tauchte Kommandant Pelsaert mit Helfern von Jakarta am Horizont auf. Es gelang, den Tyrannen und seine Schergen zu überwältigen. Sie wurden nach einem Standgericht verurteilt und gehenkt.

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