05.06.1953 Dänemarks neues Grundgesetz - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

05.06.1953

Dänemarks neues Grundgesetz

Die dänische Monarchie gilt als eine der ältesten auf dem europäischen Kontinent. Doch ohne beständige Weiterentwicklungen der verfassungsrechtlichen Grundlagen hätte sie die Stürme der Zeit kaum überstanden. Am 5. Juni 1953 trat die bislang letzte Fassung des dänischen Grundgesetzes in Kraft. In neun Kapiteln und 89 Paragraphen gestaltet es eine parlamentarische Demokratie in einem „beschränkt monarchischen“ Regierungssystem aus. Bei der Verfassung von 1953 handelte es sich jedoch nicht um eine komplette Neuerung, sondern um die behutsame Modernisierung des erstmals 1849 niedergeschriebenen Rechtsdokuments. Lediglich ein Drittel des Textes wurde neu verfasst.

Zu den Änderungen zählten die Eingliederung der Kolonie Grönland in das dänische Staatsgebiet und die Verschlankung der politischen Strukturen. Wichtig war aber vor allem die Verankerung des neuen Thronfolgegesetzes. Es sah die Einführung eines weiblichen Erbes vor, da der regierende König Frederik IX. nur Töchter hatte. Zwar wäre die männliche Thronfolge durch dessen Bruder und seine Söhne auf lange Zeit gesichert gewesen, doch die neue Regelung entsprach in gewisser Weise dem weitverbreiteten Wunsch in der dänischen Bevölkerung nach einem weiblichen Staatsoberhaupt. So profitierte die älteste Tochter Frederiks: Als Margrethe II. folgte sie ihrem Vater 1972 auf den dänischen Thron nach und ist seitdem dänisches Staatsoberhaupt.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Ge|sund|heits|po|li|tik  〈f.; –; unz.〉 Gesamtheit aller politischen Maßnahmen, die die Regelung des öffentlichen Gesundheitswesen betreffen

Sach|ver|halt  〈m. 1〉 1 Lage, Stand der Dinge, Tatbestand 2 〈Rechtsw.〉 die in einem Rechtsfall zu beurteilenden tatsächlichen Verhältnisse u. Vorgänge ... mehr

Ae|ro|nau|tik  〈[ae–] f. 20; unz.; veraltet〉 Luftfahrt [→ Aeronaut ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige