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05.10.1945

Wiedergeburt der SPD

Im Juni 1945 wurden in der sowjetischen, anschließend auch in den westlichen Besatzungszonen wieder „antifaschistisch-demokratische“ Parteien zugelassen, neben der KPD, der CDU und mehreren liberal-demokratischen Parteien auch die SPD. Der Wiederaufbau der Partei wurde maßgeblich von Kurt Schumacher vorangetrieben. Der bereits vor 1933 über seinen Kreisverband Stuttgart hinaus bekannte Sozialdemokrat hatte die NS-Zeit in Konzentrationslagern verbracht und das Hitler-Regime nur knapp überlebt.

Unter seiner organisatorischen Ägide kam es fünf Monate nach Kriegsende, am 5. Oktober 1945, zur „ersten zentralen Parteikonferenz“ der SPD seit der Weimarer Republik. Zum Treffpunkt war das Bahnhofshotel Petersen im niedersächsischen Wennigsen unweit von Hannover, dem Lebensmittelpunkt Schumachers, auserkoren worden. Teilnehmende waren Delegierte aus den SPD-Bezirken der Westzone und Mitglieder des Exilvorstandes in London. Ebenso war der von der sowjetischen Besatzungsmacht anerkannte Berliner Zentralausschuss der SPD zur Zusammenkunft eingeladen. Auch ohne offiziellen Beschluss wurde deutlich, dass für viele Genossinnen und Genossen ein Zusammengehen mit der KPD nicht in Frage kam. Trotz der Freude über das Wiedersehen herrschte bei den Beteiligten tiefe Trauer darüber, dass unzählige von den Nazis ermordete Genossinnen und Genossen diesen Tag nicht mehr erleben durften.

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