06.11.1868 Vertrag von Fort Laramie - wissenschaft.de
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06.11.1868

Vertrag von Fort Laramie

Die Eroberung des amerikanischen Westens ging einher mit der Verdrängung von Kultur und Lebensraum der indigenen Bevölkerung. Immer wieder kam es beim Vordringen von Farmern und Goldsuchern in die Region westlich des Mississippi zu gewaltsamen Zusammenstößen mit den dort lebenden Prärie-Indianern. Die Kämpfe nahmen immer erbittertere Formen an, so dass sich die US-Regierung zu Verhandlungen entschloss. Nach beinahe 200 Tagen fortwährender Gespräche unterzeichneten Vertreter der US-Regierung und Abgesandte der Stämme der Sioux und der Arapaho-Indianer am 6. November 1868 den Vertrag von Fort Laramie. Mitunterzeichner war der Häuptling der Oglala-Lakota-Indianer Red Cloud, der noch kurz zuvor gegen die USA den „Powder-River-Krieg“ geführt hatte.

Die USA garantierten im Vertrag etwa 150 000 Indianern ein über 100 000 Quadratkilometer umfassendes Reservationsgebiet in Dakota zur ungestörten Nutzung und Besiedlung. Der Wunsch nach Frieden erfüllte sich jedoch nicht. Kaum war die Tinte des Vertrags getrocknet, schränkten die USA in weiteren Verträgen die Landzusagen für die Reservation wieder ein. Der Grund waren Goldfunde in den Indianergebieten. Erst Ende des 20. Jahrhunderts urteilte das oberste amerikanische Bundesgericht, dass den Indianern das Land damals illegal aberkannt worden war.

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