07.05.1664 Prächtiges Hoffest in Versailles - wissenschaft.de
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07.05.1664

Prächtiges Hoffest in Versailles

Mit einem Hoffest der Superlative, das alles Bisherige in den Schatten stellen sollte, wollte der junge König Ludwig XIV. von sich reden machen. Über 600 Gäste lud er nach Versailles, das einstige Jagdschloss seines Vaters. Erst wenige Jahre zuvor hatte er mit der Erweiterung des Schlosses und der Neugestaltung der Gartenanlagen begonnen. Dort nun fanden vom 7. bis zum 13. Mai 1664 die prächtigsten Festivitäten statt, die Frankreich bis dahin gesehen hatte.

Offiziell wurde zu Ehren von Ludwigs Mutter Anna von Österreich und seiner Frau Maria Teresa von Spanien gefeiert, inoffiziell war es aber wohl eher eine Liebesgabe an Louise de la Vallière, die aktuelle Favoritin des Königs. Als Thema gab dieser die Legende um den Ritter Roger und die Zauberinsel der Alcina vor: Gelegenheit für Ludwig XIV., selbst als Roger aufzutreten und die Gärten von Versailles in die verzauberte Insel der Magierin Alcina verwandeln zu lassen. Der Dichter Molière und der Hofkomponist Lully begannen zu diesem Anlass ihre Zusammenarbeit. Die sieben Tage waren gefüllt mit Turnieren, Banketten, Balletts, Musik, Tanz, Theater und Feuerwerk. Dem Fest folgten weitere, noch größere Hoffeste, aber die „Freuden der verzauberten Insel“ („Les Plaisirs de l’Isle enchantée“) waren gleichsam die Geburtsstunde des Mythos Versailles und des „Sonnenkönigs“.

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