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08.08.1363

Rebellion auf Kreta

Die Seerepublik Venedig war zur unangefochtenen Mittelmeer-Macht aufgestiegen und hatte Kolonien gegründet, die ihrer Herrschaft unterworfen waren. Auch Kreta gehörte seit dem frühen 13. Jahrhundert zu diesem Machtkomplex. Dorthin hatte Venedig zahlreiche Siedler entsandt, die, abgesondert von der griechischen Inselbevölkerung, eine feudale Herrenschicht ausbildeten. Die Abgaben, die die Siedler an Venedig zu leisten hatten, flossen dort vor allem in den Flottenbau und die Lebensmittelversorgung.

Durch Pest und Arbeitskräftemangel konnten die Siedler auf Kreta seit der Mitte des 14. Jahrhunderts jedoch immer weniger die Forderungen des venezianischen Senats erfüllen. Als die Serenissima im Jahr 1363 den Siedlern auch noch einen Extrazoll für den Hafen auferlegen wollte, kam es am 8. August 1363 zum Aufstand. Rebellen stürmten in der Hauptstadt Candia (Iraklio) den Dogenpalast und setzten sich selbst an die Spitze. Und nicht nur in Candia, in ganz Kreta sagten sich die Siedler bald von Venedig los. Die Mutterrepublik schlug den Hauptaufstand zwar schnell nieder, doch endgültig ersticken konnte sie den Konflikt lange nicht. Bis 1366 führten die Aufständischen unter Tito Venier einen Kleinkrieg gegen Venedig, unter dem vor allem die Landbevölkerung zu leiden hatte. Erst 1366 gaben die letzten Rebellen auf.

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