09.07.1810 Niederlande einverleibt - wissenschaft.de
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09.07.1810

Niederlande einverleibt

Im Jahr 1806 hatte Napoleon den Zenit seiner Macht erreicht. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis auch das vermeintlich unbesiegbare England in die Knie gezwungen war. Napoleon plante, das Königreich mit einer wirtschaftlichen Blockade, der Kontinentalsperre, niederzuringen. Eine entscheidende Rolle bei diesem Plan spielte Holland. Napoleon übte daher Druck auf das seit 1795 als Batavische Republik organisierte Land aus und stellte es vor die Wahl: Entweder akzeptierte es einen von Frankreich eingesetzten Monarchen in einem neuen Königreich Holland, oder es drohte die Militärverwaltung. In Holland entschied man sich für das Königreich.

Als Herrscher setzte Napoleon seinen jüngeren Bruder Louis Bonaparte ein. Diese Entscheidung sollte sich jedoch als Fehlschlag erweisen. Louis Bonaparte lehnte es ab, die Kontinentalsperre konsequent durchzusetzen, da dies Holland wirtschaftlich enorm geschadet hätte. Die Weigerung Louis Bonapartes, die Befehle seines Bruders auszuführen, sorgten für Begeisterung bei seinen Untertanen, doch im Kampf um sein Königreich stand er auf verlorenem Posten. Mit dem Dekret von Rambouillet vom 9. Juli 1810 verleibte sich Napoleon Holland als französisches Departement ein. Wehmütig hatte Louis Bonaparte bereits einige Tage zuvor als König abgedankt und war ins österreichische Exil geflohen.

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