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09.03.1661

Tod des Kardinals Mazarin

Seit dem Tod von König Ludwig XIII. im Jahr 1643 wurden die Staatsgeschäfte für den minderjährigen Ludwig XIV. offiziell von seiner Mutter Anna von Österreich geführt. In Wahrheit aber war es Kardinal Jules Mazarin, der als Nachfolger des mächtigen Kardinals Richelieu und regierender Minister die Geschicke Frankreichs lenkte und zugleich als Erzieher den jungen Thronfolger in der Kunst der Staatsführung unterrichtete. Mazarin wirkte vor allem außenpolitisch als geschickter Staatsmann, doch viele Franzosen, insbesondere am Hof, misstrauten der „grauen Eminenz“ und dem großen Einfluss, den der gebürtige Italiener auf den jungen Ludwig ausübte. Mazarin blieb jedoch auch dann noch im Amt, als Ludwig XIV. 1651 für volljährig erklärt und drei Jahre später gekrönt wurde.

Mazarin starb am 9. März 1661. Auf seinen Wunsch wurde er in dem von ihm gegründeten Collège des Quatre-Nations beigesetzt, dem er auch seine umfangreiche Büchersammlung vermacht hatte und in dem heute das Institut de France untergebracht ist. Ludwig XIV. war nun Alleinherrscher und tat alles, um die Position des Königtums zu stärken. „La face du théâtre change“ („Das Theater bekommt ein neues Gesicht“), soll er dem versammelten Staatsrat gleich nach dem Ableben des Kardinals Mazarin entgegengerufen haben. Das zeigte sich sogleich: Ludwig setzte keinen
neuen leitenden Minister mehr ein, der seine Machtfülle hätte beschneiden können.

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