16.01.1707 Act of Union - wissenschaft.de
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16.01.1707

Act of Union

Seit 1603 wurden England und Schottland in Personalunion von einem König regiert, und doch blieben sie politisch eigenständig. Im 17. Jahrhundert hatte es mehrere vergebliche Versuche gegeben, die beiden Königreiche auch politisch zu vereinigen, und auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das Thema keineswegs vom Tisch. England versprach sich von einer Union die Garantie, dass Schottland keinen eigenen König wählen oder sich politisch gegen England verbünden könnte. Schottland erhoffte sich unter anderem vollen Zugang zu den englischen Märkten und einen finanziellen Ausgleich für diejenigen, die der missglückte Versuch, eine schottische Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Panama zu errichten (Darién-Projekt), bankrott zurückgelassen hatte. Im Jahr 1706 traten englische und schottische Unterhändler – Abgeordnete der beiden Parlamente, aber auch Bankiers und Vertreter der Wirtschaft – in London in Verhandlungen ein. Sie erarbeiteten einen Vertrag aus 25 Artikeln. Das schottische Parlament stimmte über jeden Artikel einzeln ab, dann wurde der Unionsvertrag am 16. Januar 1707 mit einer Mehrheit von 43 Stimmen angenommen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sollen allerdings gegen die Unionspläne gewesen sein. Angeblich waren auch hohe Bestechungssummen aus England notwendig, um die Zustimmung im Parlament zu erreichen. Trotz aller Kritik trat der Act of Union am 1. Mai 1707 in Kraft.

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