325 v. Chr. Alexander der Große - wissenschaft.de
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325 v. Chr.

Alexander der Große

Im Sommer 325 v. Chr. erreichte Alexander, wie er glaubte, das Ende der bewohnten Welt. Neun Jahre zuvor war er als König des kleinen Landes Makedonien zu einem Feldzug aufgebrochen und hatte seitdem Unvorstellbares erreicht: Getragen von der Sehnsucht, es den Homerischen Helden gleichzutun, hatte er den persischen Großkönig besiegt und dadurch die Herrschaft über ein unermeßlich großes Gebiet erlangt, von der Adria bis zum Hindukusch und von Ägypten bis zum Indus.

Seine Tapferkeit bewies er in den Schlachten gegen das gewaltige persische Heer und im Kampf gegen die furchterregenden Elefanten Indiens. Am Beginn seiner Eroberungen war Alexander die Weltherrschaft geweissagt worden, und der Meeresgott Poseidon, so einige Quellen, habe ihm aufgetragen, am Ende der Welt ein feierliches Dankopfer darzubringen. Doch wo war dieses Ende der Welt? Bei den Griechen war das der Okeanos, das die Erde umfließende Meer. Und obwohl sich die geographischen Kenntnisse durch den Feldzug erheblich verbessert hatten – so hielt man den Indus nicht mehr für den Oberlauf des Nils –, brachte Alexander das dem Gott versprochene Dankopfer schließlich an der Mündung des Indus dar, welche er als Grenze der Welt und damit als Endpunkt seiner Eroberungen im Osten betrachtete. Er opferte Stiere und goldene Gefäße, die er im Ozean versenkte, dann kehrte das Heer zurück nach Babylon, wo der junge Held nur zwei Jahre später sein eigenes Ende fand.

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