28.05.1961 „Amnesty International“ - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

28.05.1961

„Amnesty International“

Er schrieb in seinen Erinnerungen, dass ihm dies keine Ruhe gelassen habe: Wegen eines Trinkspruchs auf die Freiheit waren zwei Studenten in Portugal anscheinend zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Darüber empörte sich der Rechtsanwalt Peter Benenson am 28. Mai 1961 in der englischen Zeitung „The Oberserver“ mit einem Artikel über „vergessene Gefangene“. Unzählige Menschen bekundeten daraufhin ihre Unterstützung für seinen Aufruf „Bitte um Amnestie, 1961“. Was Benenson zu diesem Zeitpunkt selbst kaum ahnen konnte: Aus einer Projektidee mit kurzer Laufzeit entstand schnell eine der einflussreichsten internationalen Menschenrechtsorganisationen. „Amnesty Inter‧national“ war geboren.

Anfangs machte sich die Hilfsorganisation in erster Linie zum Sprachrohr all derjenigen Inhaftierten, die aufgrund von religiösen oder politischen Ansichten im Gefängnis saßen – egal, ob im Osten oder im Westen. Doch Verletzungen von Menschenrechten gab es zuhauf. Sehr bald prangerte die Organisation weitere inhumane Missstände an. In den 1970er Jahren kritisierte sie etwa die systematischen Folterungen der Pinochet-Diktatur in Chile, in den 1980er Jahren agitierte sie gegen die Todesstrafe. Mit geschickten Kampagnen, bei denen auf die neuesten elektronischen Kommunikationsmittel wie Faxgeräte zurückgegriffen wurde, weckte sie ein breites Medieninteresse. 1976 hatte Amnesty International bereits 100.000 Mitglieder. Ein Jahr später erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Feh|de  〈f. 19〉 1 〈im MA〉 rechtlich zulässige Selbsthilfe gegen Straftaten 2 〈danach, heute altertüml.〉 Streit, Feindseligkeit, Feindschaft, Unfriede ... mehr

Au|dio–Vi|deo–Tech|nik  〈[–vi–] f. 20; unz.〉 Technik des Übertragens, Empfangens u. Wiedergebens von Ton u. Bild; →a. AVI–Format ... mehr

Ab|duk|ti|on  〈f. 20〉 1 Abspreizen beweglicher Körperteile, bes. von Gliedmaßen 2 〈Philos.〉 Wahrscheinlichkeitsschluss in der Art des Syllogismus ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige