1. Januar 1700 Anbruch einer neuen Zeit - wissenschaft.de
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1. Januar 1700

Anbruch einer neuen Zeit

Zar Peter der Große war unermüdlich, was die Umgestaltung und Modernisierung seines Reiches betraf. Kompromißlos griff er in die politische wie die kirchliche Ordnung ein. Im Jahr 1700 reformierte er auch die Zeitrechnung. Bis dahin galt in Rußland der byzantinische Kalender. Dieser orientierte sich an der Schöpfung, die in älteren Berechnungen byzantinischer Chronisten ins Jahr 5509 vor unserer Zeit datiert wird. Ersetzt wurde der alte durch den Julianischen Kalender, nach dem – noch – die protestantischen Länder Europas lebten: Ein Jahr bestand hier aus 365 Tagen, alle vier Jahre wurde ein Schalttag eingefügt. Indes ist ein Sonnenjahr 11 Minuten und 14 Sekunden länger als das julianische Kalenderjahr. Diese Abweichung, die sich in jeweils 128 Jahren auf einen Tag summiert, wurde 1582 in den katholi?schen Ländern durch die Einführung des noch heute gültigen Gregorianischen Kalenders korrigiert. Rußland aber hielt bis zur Oktober-Revolution 1917 am Julianischen Kalender fest – wobei die Revolu-tion nach Gregorianischem Kalender eigentlich im November stattfand.

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