05.04.1877 Anker auf und Leinen los - wissenschaft.de
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05.04.1877

Anker auf und Leinen los

Die „Wilhelm Gustloff “, die „Bismarck“, die „Gorch Fock“: wohlbekannte Schiffe im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Auf Kiel gelegt wurden sie und viele andere auf Hamburgs größter Werft Blohm &Voss. Gegründet wurde diese am 5. April 1877 von den beiden Ingenieuren Hermann Blohm und Ernst Voss.

Da es zunächst schwierig war, den technologischen Vorsprung englischer Werften aufzuholen, halfen staatliche Subventionen, die Anfangsjahre zu überstehen. Die großen deutschen Reedereien erhielten Vergünstigungen, wenn sie auf bestimmten Linien inländisch gebaute Schiffe betrieben. Die Auftraggeber für die immer moderner werdenden Fracht- und Fahrgastschiffe der beiden Konstrukteure stammten so fast ausschließlich aus Hamburg oder Bremen. Mit der Neufassung der Flottengesetzgebung trat auch die kaiserliche Ma‧rine als wichtiger Kunde auf. Blohm &Voss, die Werft mit der größten Dockkapazität in Europa, baute im Verlauf des Ersten Weltkriegs vor allem U-Boote.

In den 1920er Jahren gelang Blohm &Voss die nicht unproblematische Umstellung auf den zivilen Schiffsbau, bis man im Dienst der nationalsozialistischen Rüstungspolitik die militärischen Produktionskapazitäten erneut erweiterte. Anfang 1945 hatte die Werft einen Höchststand an Arbeitskräften zu verzeichnen – darunter Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Nach völliger Demontage und Wiederaufstieg in den Boomjahren der Nachkriegszeit holte Blohm &Voss die Werftenkrise der 1980er und 90er Jahre ein. Heute gehört die Werft zum Konzern ThyssenKrupp.

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Här|te|grad  〈m. 1〉 1 〈Min.〉 jede der 10 Stufen zur Bestimmung der Ritzhärte von Mineralien 2 deutscher ~ 〈Chem.; Abk.: °d, früher: °dh〉 gesetzlich nicht mehr zugelassene Einheit zur Beurteilung der Härte des Wassers, ersetzt durch die Konzentrationsangabe der Kalzium– u. Magnesium–Ionen in mmol/1 (= Millimol pro Liter) ... mehr

♦ neu|tra|li|sie|ren  〈V. t.; hat〉 die Wirkung aufheben von, unwirksam machen ● eine Lösung ~ 〈Chem.〉 Säure u. Base so mischen, dass die Mischung weder saure noch basische Reaktion aufweist; ... mehr

Dau|er|mo|di|fi|ka|ti|on  〈f. 20; Biol.〉 Nachwirkung eines vorübergehenden Umwelteinflusses auf Nachfolgeindividuen, der erst im Laufe der Generationen abklingt

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