04.11.1839 Arbeiterrevolte niedergeschlagen - wissenschaft.de
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04.11.1839

Arbeiterrevolte niedergeschlagen

Die industrielle Revolution im Großbritannien des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts wäre ohne die rohstoffreiche Region im Süden von Wales wohl nur schwer möglich gewesen. Die wichtigste britische Industrieregion besaß umfangreiche Kohle- und Eisenvorkommen. 1827 lieferte die walisische Eisenproduktion die Hälfte aller britischen Eisenexporte, vor allem in die Vereinigten Staaten. Arbeiter aus ganz Großbritannien fanden Beschäftigung in der Region. Als jedoch in den 1830er Jahren die Eisen- und Kohleindustrie in eine Krise geriet, drohten Lohnkürzungen und Kündigungen. Unzufriedenheit und Protestmärsche der Arbeiter waren die Folge.

Viele der Betroffenen schlossen sich einer breiten politischen Reformbewegung an, den „Chartisten“, wie sie sich nach einer im Mai 1838 verfassten Charta nannten. Darin forderten sie nicht nur verbesserte Arbeitsbedingungen, sondern auch eine Demokratisierung der Verfassung durch die Einführung eines allgemeinen Männerwahlrechts. Dreimal präsentierten die Chartisten in Massenpetitionen mit bis zu drei Millionen Unterschriften dem Parlament ihre Forderungen, die jedoch ignoriert wurden. Der Unmut der Arbeiter mündete in unzählige Unruhen. So marschierten am 4. November 1839 5 000 Bergarbeiter mit Flinten und Heugabeln bewaffnet nach New‧port, um die Freilassung eines gefangengenommenen Chartisten zu erreichen. Die Arbeiterrevolte wurde vom Militär blutig niedergeschlagen.

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Erd|wan|ze  〈f. 19; Zool.〉 10 mm lange Verwandte der Baumwanzen, an Gemüse u. Beerenobst schädlich: Cyduidae

Was|ser|schier|ling  〈m. 1; unz.; Bot.〉 in Gräben u. Sümpfen wachsendes, giftiges Doldengewächs: Cicuta

asep|tisch  〈Adj.; Med.〉 keimfrei

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