11. Juni 1144 Architektur des Lichts - wissenschaft.de
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11. Juni 1144

Architektur des Lichts

Die Kirche war sicher nicht die größte, die jemals in Frankreich errichtet worden war. Bei der Weihe des Chores in der Abteikirche St. Denis am 11. Juni 1144 rief vielmehr der lichtdurchflutete Kirchenraum Erstaunen und Entzücken hervor. Nichts an diesem Bau, der als Erweiterung des bisherigen notwendig geworden war, blieb nach dem Willen des Bauherrn Abt Suger dem Zufall überlassen. Im Licht offenbare sich die Schönheit Gottes, so Dionysius Areopagita. Dieser Theologie folgend, setzte Suger die Verherrlichung Gottes durch das Licht architektonisch um. An die Stelle der massiven romanischen Wände und dicken Mauern rückten nun schlanke Strebepfeiler, die sich in spitz zulaufenden Kreuzrippengewölben auflösten. Die derart entlasteten Gewölbe konnten nun die dünnen Außenwände tragen, in die bunte Fenster von bisher ungeahnter Größe eingezogen wurden. An den Kirchentüren war zu lesen: „Wenn du strebst, zu erheben den Ruhm dieser Tore, staune nicht an das Gold und den Aufwand, sondern die Arbeit. Edel erstrahlt das Werk, doch das Werk, das edel erstrahlet, möge erleuchten die Geister, daß sie eingehen … zum wahren Licht, wo Christus das wahre Tor ist.“

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