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Attilas Tod

Attila, der letzte große Hunnenkönig, erlag nach dem ältesten und zuverlässigsten Bericht, dem des gotischen Historikers Jordanes, in seiner Hochzeitsnacht mit der schönen Ildiko einem Blutsturz. Ein erbärmlicher Tod für einen „Mann, der zur Erschütterung der Völker, zum Schrecken der ganzen Welt geboren wurde“.

Die Trauerfeier, von der uns Jordanes berichtet, war des allermächtigsten Großkönigs würdig: „Die Männer schnitten sich dem Volksbrauch entsprechend ihren Zopf ab, ihr furchterregendes Gesicht aber verunstalteten sie mit tiefen Wunden, so daß der glorreiche Held nicht mit Jammergeschrei und Tränen der Frauen, sondern mit Männerblut betrauert wurde.“ Der beschriebene Brauch entspricht archäologischen Funden. Abgeschnittene Zöpfe als Grabbeigaben sind bis heute durch den ewigen Frost in den Fürstengräbern im Altaigebiet und der Mongolei erhalten geblieben.

Jordanes schreibt weiter, daß die besten Reiter singend um den aufgebahrten Leichnam galoppierten. Nach einem ausschweifenden Trinkgelage begruben sie ihn nachts an einem geheimen Ort. Zum Schutz des reichausgestatteten Grabes griffen Attilas Anhänger dann zu einem grausamen Mittel: Sie metzelten die Totengräber erbarmungslos nieder. Derartige Vorsichtsmaßnahmen sind zwar nicht aus Europa, aber aus dem alten China bekannt. Ob der Bericht des Jordanes verläßlich ist oder nicht – den germanischen Aufständischen ist es nicht gelungen, Attilas Grab aufzustöbern, und so hoffen viele Archäologen auf den großen Fund im heutigen Ungarn zwischen Donau und Theiß.

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