6. April 1793 Ausschuss des Schreckens gegründet - wissenschaft.de
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6. April 1793

Ausschuss des Schreckens gegründet

Um die gewaltigen legislativen und administrativen Aufgaben im Frankreich der Revolutionszeit besser koordinieren und bewältigen zu können, richtete der Nationalkonvent, die konstitutionelle und gesetzgebende Versammlung, eigene Ausschüsse ein, die mit bestimmten Aufgaben und Vollmachten betraut wurden. Am bedeutendsten war der „Ausschuss der öffentlichen Wohlfahrt und der allgemeinen Verteidigung“, der am 20. April 1793 als Exekutivorgan des Nationalkonvents eingerichtet wurde. Der Vorsitzende und die anfangs 25, später 12 Mitglieder wurden für jeweils einen Monat gewählt. Erster Leiter des Wohlfahrtsausschusses war Georges Danton, der ihn zusammen mit Antoine de Saint-Just und Maximilien de Robespierre ganz unter die Kontrolle der radikalen Jakobiner brachte.

Robespierre war es auch, der den Wohlfahrtsausschuss nach Dantons Tod immer mehr zum Zentralorgan der Terrorherrschaft der Jakobiner machte. Ausgestattet mit gleichsam diktatorischen Vollmachten, befahl der Ausschuss die Hinrichtung Tausender Revolutionsgegner und Anhänger des Ancien Régime durch die Guillotine. Doch die Dominanz Robespierres im Wohlfahrtsausschuss rief seine politischen Gegner auf den Plan: Im Juli 1794 verlor er jäh den Rückhalt im Nationalkonvent, wurde festgenommen und schließlich selbst hingerichtet. Damit endete die jakobinische Gewaltherrschaft. Der Ausschuss selbst wurde im Oktober 1795 aufgelöst.

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