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26. März 1971

Bangladesh – das Land der Bengalen

Die ersten direkten Parlamentswahlen vom 7. Dezember 1970 hatten die Spaltung Pakistans überdeutlich gemacht: Eindeutiger Wahlsieger war die „Awami League“ unter Scheich Mujibur Rahman. Mit 151 der 300 Sitze erzielte diese Partei die absolute Mehrheit – jedoch stammten alle Stimmen aus-schließlich aus Ostpakistan. Die zweitstärkste Partei, die „Peoples Party“ von Zulfiqar Ali Bhutto, hatte dort kein einziges Mandat gewonnen, alle 81 Sitze dieser Gruppierung stammten aus dem Westteil. Wahlsieger Mujibur Rahman hatte zwar die faktische Mehrheit. Er erkannte jedoch, daß er das gespaltene Land nur auf der Basis einer Koalitionsregierung mit Bhutto regieren konnte, allerdings nur unter einer Bedingung: der Autonomie Ostpakistans vom bislang dominierenden Westteil des Landes. Drei Monate zogen sich die Verhandlungen hin, die in Ostpakistan wohnenden Bengalen richteten sich bereits auf die Lossagung vom Mutterland ein. Da entsandte die noch amtierende alte Regierung die pakistanische Armee gen Osten. Die Situation eskalierte: Straßenkämpfe in Dhaka forderten unzählige Tote. Mujibur Rahman wurde in Pakistan inhaftiert. In dieser Situation feierte das Land am 23. März 1971 den jährlichen Pakistan-Tag, und in Ostbengalen wehte an diesem Tag erstmals eine neue Flagge. Drei Tage später, am 26. März, wurde die Unabhängige Republik Bangladesh (Land der Bengalen) proklamiert, deren erster Premierminister Rahman wurde. Der Bürgerkrieg aber tobte weiter, bis Indien intervenierte.

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