18. Januar 1709 Berlin wird Hauptstadt Preußens - wissenschaft.de
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18. Januar 1709

Berlin wird Hauptstadt Preußens

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann Berlin sich allmählich von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges zu erholen, der die Stadt über ein Drittel seiner Häuser gekostet und die Einwohner stark dezimiert hatte. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 bot Kurfürst Friedrich Wilhelm den verfolgten Hugenotten in Berlin-Brandenburg eine neue Bleibe. In dessen Folge zogen etwa 20000 Flüchtlinge zumeist aus Frankreich an die Spree. Unter ihnen waren viele Kaufleute und Handwerker, die die Wirtschaft in Berlin neu belebten und ihr zu einem neuen Aufschwung verhalfen.

Am 18. Januar 1709 verfügte König Friedrich I. in Preußen per Dekret, dass mit dem 1. Januar 1710 die fünf königlichen Residenzstädte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin zusammengelegt werden sollten. Angesichts der rasant wachsenden Bevölkerung waren Dorotheenstadt, Friedrichstadt und Friedrichswerder erst wenige Jahrzehnte vorher planvoll angelegt worden. Die Vereinigung dieser bis dahin unabhängigen Städte hatte Friedrich I. schon länger zu realisieren versucht, doch war er am Widerstand der betroffenen Magistrate gescheitert, die um ihre Privilegien fürchteten. Der neue Magistrat hatte seinen Sitz am Cöllnischen Fischermarkt. Die neue preußische Hauptstadt Berlin hatte geschätzte 55000 Einwohner, deren Zahl sich in den nächsten 50 Jahren verdoppelte.

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