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24. Januar 1935

Bier in Dosen

Innovationen brauchen manchmal den Mut der Verzweiflung – wie bei der Einführung der Bierdose im Jahr 1935. Jahrhundertelang gab es Gerstensaft nur direkt vom Faß beim Brauer. Die Glasflasche brachte in den 1820er Jahren das „Bier zum Mitnehmen“, doch sie war zerbrechlich und schwer. Die Dose, seit den 1850er Jahren als konservierende Verpackung für Lebensmittel schnell verbreitet, sollte Abhilfe schaffen. Allerdings übt Bier einen stärkeren Druck auf die Lötstellen der Dosen aus als zum Beispiel eingemachtes Rindfleisch. Erst 1933 gelang der Dosenfirma „Ameri?can Can Company“ die Lösung. Ein glücklicher Zeitpunkt, denn just im April dieses Jahres endete die Prohi?bition. Von 2300 Brauereien hatten lediglich 160 überlebt, manche nur knapp, wie die kleine „G. Krueger Brewing Co.“. Der Familienbetrieb in Newark, New Jersey, brauchte dringend eine Idee. Da kam das Angebot der Dosen?firma, ihre Abfüllanlage auf eigene Kosten zu installieren, gerade recht – Krueger hatte nichts zu verlieren und produzierte 2000 Testdosen. Mit durchschlagendem Erfolg: 91 Prozent der Tester gefiel die Dose. So kamen Ende Januar 1935 „Krueger’s Finest Beer“ und „Cream Ale“ in Wegwerfdosen auf den Markt.

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