25. Juli 1828 Bösendorfer gründet Klavierwerkstatt - wissenschaft.de
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25. Juli 1828

Bösendorfer gründet Klavierwerkstatt

Franz Liszt, Arthur Rubinstein, Friedrich Gulda: Lang ist die Liste der Pianisten, die auf einem Bösendorfer-Klavier spielten. Einen solch fulminanten Aufstieg hatte sich der junge Ignaz Bösendorfer wohl nicht träumen lassen, als er am 25. Juli 1828 von der Stadt Wien das Dekret über die „Bürger- und Meisterrechte“ des Klaviermachergewerbes verliehen bekam. Nun konnte er die Werkstatt seines berühmten Lehrers Joseph Brodmann übernehmen. Die Konkurrenz war allerdings groß: Um 1825 gab es allein in Wien knapp 150 Klavierbauer.

Grund dafür war eine enorme Nachfrage – das Klavier avancierte in der nachklassischen Zeit zum Lieblingsinstrument des Bürgertums. Das ganze 19. Jahrhundert über sollte dieser Boom anhalten, so dass Johannes Brahms von einer wahren „Klavierspiel-Epidemie“ sprach. Ignaz Bösendorfer konnte sich jedoch durchsetzen, weil er geschickt eine Marktlücke besetzte: Seine Klaviere zeichneten sich nicht nur durch ihren Klang, sondern auch durch ihre Stabilität aus. Klangstarke, standfeste und haltbare Instrumente wurden mit dem aufkommenden öffentlichen Konzertleben und den virtuosen Auftritten der Pianisten immer wichtiger. Welcher Flügel überstand schon den harten Anschlag eines Franz Liszt? Mit der Gründung des Bösendorfer-Saals 1872 durch den Sohn Ludwig war die Klavierbauer-Familie endgültig zu einer Wiener Institution geworden.

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