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46 v. Chr.

Ciceros Scheidung

Im Frühjahr 46 v. Chr. fand die langjährige Ehe zwischen Marcus Tullius Cicero und seiner Frau Terentia ein Ende. Cicero selbst hatte die Scheidung ausgesprochen. Gut dreißig Jahre zuvor hatten sie geheiratet. Als Neuling in der aristokratischen Gesellschaft hatte Cicero mit der aus vornehmem, wohlhabenden Haus stammenden Terentia eine sehr gute Partie gemacht. Terentia soll eine willensstarke Frau gewesen sein, von großem Einfluß auf ihren Gatten. In seinem Konsulat 630 v. Chr. etwa überbrachte sie ihm im Auftrag der Vestalinnen die Nachricht von einem günstigen Zeichen. Sie hat ihn aber auch darin bestärkt, an den gerade verhafteten Häuptern der Catilinarischen Verschwörung ein Exempel zu statuieren. Bald darauf soll sie Cicero veranlaßt haben, gegen Publius Clodius Pulcher vor Gericht auszusagen. Während Ciceros Exil in Griechenland schließlich half sie bei den Bemühungen, seine Rückkehr zu erwirken. Als sie jedoch im Jahr 50 während der Abwesenheit ihres Mannes die gemeinsame Tochter Tullia mit Publius Cornelius Dollabella verheiratete, geschah dies kaum ganz gegen Ciceros Willen, doch empfand dieser den gewählten Zeitpunkt als Eigenmächtigkeit. Ob dies allerdings seinen Entschluß sich scheiden zu lassen, bewirkt hat, ist nicht überliefert. Vielleicht waren es auch finanzielle Gründe. Dabei stellte ihn die Trennung vor weitere Probleme: Die 400 000 Sesterzen, die er bei der Heirat als Mitgift erhalten hatte, mußte er an Terentias Familie zurückzahlen. Terentia soll noch zwei weitere Male geheiratet haben und erst im Alter von 103 Jahren gestorben sein.

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