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52

Claudius-Tunnel eingeweiht

Bis 1871 war der von dem römischen Kaiser Claudius gebaute Tunnel einer der längsten, die je gebaut wurden. Über 5,6 Kilometer hinweg verband er unter dem Monte Salviano hindurch den Fluss Liri mit dem Fuciner See, dem größten Binnengewässer Mittelitaliens. Dem rings von Gebirge umgebenen Karstsee nahe der heutigen Stadt Avezzano (Abruzzen) fehlte nämlich ein Abfluss, so dass er regelmäßig über die Ufer trat. An seinen versumpften Ufern gedieh die Malaria, und die nahegelegene Stadt Marruvium wurde immer wieder überschwemmt. Schon Julius Caesar hatte geplant, das Gewässer trockenzulegen, doch erst Claudius wagte es.

30 000 Arbeiter sollen vom Jahr 41 an elf Jahre lang den Stollen durch das Gebirge getrieben haben. Sueton berichtet, das Ganze sei ein Gemeinschaftsprojekt gewesen. Privatleute wollten die sicher nicht unerheblichen Kosten übernehmen, wenn sie dafür die trockengelegten Flächen zugesprochen bekämen. Das war tatsächlich lohnend; heute gehört diese Region zu den fruchtbarsten ganz Italiens. Bevor der Tunnel im Jahr 52 in Betrieb genommen wurde, ließ Claudius die wohl größte inszenierte Seeschlacht aller Zeiten abhalten. Ruderschiffe mit Tausenden von zum Tod Verurteilten mussten einander auf dem See bekämpfen. Der Historiker Tacitus ätzte aber, dass der Tunnel nachlässig gebaut worden sei; er habe nicht tief genug in den See geführt, so dass dieser nicht komplett ablief. Tatsächlich wurde der Fuciner See erst 1875 endgültig trockengelegt.

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