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14. April 1828

Dampfschiffahrt auf der Donau

Seit Menschen Gedenken ist die Donau eine Verkehrsader. Und eine ganz besondere, denn sie durchfließt mit einer Gesamtlänge 2850 Kilometern von West nach Ost acht europäische Länder. In den Zeiten der Industrialisierung wurden die herkömmlichen Treidelschiffe dem großen Bedarf an Transportkapazitäten nicht mehr gerecht. Auch der Straßenverkehr war nicht in der Lage, den immer größer werdenden Warenfluß der aufkeimenden Industrialisierung zu bewältigen. Da kam die Erfindung des Dampfschiffes gerade recht. Robert Fulton war 1807 in seiner Heimat Amerika der Bau eines ersten Dampfschiffs gelungen. Kaiser Franz I. hatte Fultons Erfolge genau beobachtet und die damit verbundene wirtschaftliche Bedeutung klar erkannt: Deshalb versprach er dem Erfinder, der erstmals auf der Donau ein funktionierendes mechanisches Schiff zum Fahren brächte, das Privileg, diese Entwicklung 15 Jahre lang exklusiv wirtschaftlich nutzen zu dürfen. Doch erst 1818 nahmen mit der „Carolina“ und der „Duna“ gleich zwei Schiffe auf dem Strom ihre Fahrt auf. Frühere Versuche waren vor allem am bisher unregulierten Stromverlauf gescheitert. Die „Duna“ war das erfolgversprechendere Gefährt, sie verfügte über 60 Pferdestärken und konnte üppige 1 000 Zentner mit neun Stundenkilometern transportieren. Die Erfinder und Erbauer der Duna, zwei Franzosen, erhielten das Patent. Am 14. April 1823 gründeten sie die Donaudampfschiffahrtsgesellschaft als AG – und nannten das erste Linienschiff „Franz I.“ Die Erschließung der Donau als Verkehrsweg erhielt eine neue Dimension.

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