19. September 1597 Das „Wunder von Myongyang“ - wissenschaft.de
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19. September 1597

Das „Wunder von Myongyang“

Korea erlebte in seiner Geschichte rund tausend Invasionskriege. Der japanische Feldzug von 1597/98 war einer der größten davon. Bereits einmal hatte der japanische Herrscher Toyotomi Hideyoshi versucht, auf der Halbinsel Fuß zu fassen, als er mit 150 000 Mann 1592 das Land besetzte. Nur mit Hilfe chinesischer Truppen wurden die Eindringlinge zurückgeschlagen. Doch allen war klar, die Japaner würden wiederkehren. Der koreanische Admiral Yi Sunshin hatte die zündende Idee. Nicht erst an Land, schon auf See sollten die Invasoren gestoppt werden. Japan verfügte zwar als Inselstaat über eine riesige Flotte, doch der Koreaner besann sich auf eine alte Erfindung: das Kobukson (Schildkrötenschiff). Bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts hatten findige Schiffbauer ein mit Eisenplatten geschütztes Boot gebaut; wie der Panzer einer Schildkröte überwölbte ein Riesenharnisch das Deck. Zwischen den Platten ragten Spieße heraus, so war das Boot praktisch nicht zu entern. Vorne zierte ein Drachenkopf das Schiff. Die Legende ist sich nicht einig, ob aus dessen Maul Kanonkugeln gefeuert wurden, oder Qualm die Sicht der Gegner benebelte. Unstrittig jedoch ist, daß beim Beginn der entscheidenden Schlacht im September 1597 die Koreaner nicht mehr als 16 solcher Panzerboote besaßen. Und doch gelang damit das „Wunder von Myongyang“: 133 japanische Schiffe wurden zurückgeschlagen, 40 von ihnen gar versenkt. Das war der Anfang vom Ende der Invasion, im Jahr darauf zogen die Japaner endgültig ab.

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Kam|mer|schau|spie|ler  〈m. 3; Theat.〉 (Titel für hervorragenden Schauspieler, früher vom Fürsten, heute von einer Behörde verliehen)

Kal|me  〈f. 19; Meteor.〉 Windstille [<frz. calme ... mehr

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