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27. November 43 v. Chr.

Das zweite Triumvirat

Hört man die Bezeichnung „Triumvirat“, fällt manchem wohl sofort der Zusammenschluß der drei berühmten Römer Caesar, Pompeius und Crassus aus dem Jahr 60 v. Chr. ein. Das sogenannte Zweite Triumvirat, das Marcus Antonius, der spätere Kaiser Augustus und Lepidus am 27. November 43 v.Chr. in Bologna schlossen, ist dagegen viel unbekannter. Genau genommen ist aber das erste Triumvirat nicht nur nicht das erste in der römischen Geschichte gewesen, sondern eigentlich überhaupt keines. Um die Bezeichnung Triumvirat zu verdienen, bedurfte es der Institutionalisierung durch den Staat. Derartige Dreimännerkollegien gab es in Rom schon seit den Anfängen der Republik, die sogenannten Tresviri waren unter anderem für das Münzwesen verantwortlich. Caesar und seinen Kollegen fehlte jedoch diese Legitimation durch den Staat, was in der politischen Praxis aber wenig zu Buche schlug: Ihre rein private Verbindung hatte enorme politische Auswirkungen. Da sie zusammen so mächtig waren, daß sie Rom praktisch beherrschen konnten, nennt man ihr Bündnis heute Triumvirat. Das sogenannte Zweite Triumvirat trägt diese Bezeichnung dagegen zu recht. Es war durch den römischen Senat mit der Aufgabe legitimiert worden, den Staat nach den langen Bürgerkriegen wieder in Ordnung zu bringen. Die drei aber wurden der Aufgabe zunächst nicht gerecht: Marcus Antonius und der spätere Kaiser Augustus waren nämlich schon bald selbst in den nächsten Bürgerkrieg verwickelt, bevor Augustus als Alleinherrscher den Staat schließlich dauerhaft ordnete.

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