07.11.1949 DDR-Hymne uraufgeführt - wissenschaft.de
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07.11.1949

DDR-Hymne uraufgeführt

Keine antifaschistisch-kämpferische Aufbruchstimmung, sondern Frieden und Völkerverständigung standen im Mittelpunkt des Textes „Auferstanden aus Ruinen“, den Johannes R. Becher dem Politbüro am 5. November 1949 vorlegte. Von Müttern, die nie mehr um ihre Söhne weinen, und von Völkern, die sich die Hände reichen sollten, war hier die Rede. Die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit seinen sinnlosen Opfern sprachen aus den Zeilen. In der Vertonung von Hanns Eisler wurde der Text vom Zentral‧komitee zur Nationalhymne der Deutschen Demokratischen Republik erklärt. Die Uraufführung fand am 32. Jahrestag der russischen Oktoberrevo‧lution, dem 7. November 1949, statt.

Von nun an ertönte die Hymne bei allen offiziellen Anlässen, ob Staatsempfängen oder Sportwettkämpfen. Alle Radiosender spielten die drei Strophen jeweils zu Beginn und zum Ende ihres Programms. Auch in Schulklassen und Betrieben wurden sie regelmäßig gesungen. Doch in den 70er Jahren wurde der Text der DDR-Regierung unbequem. Die Textzeile „Deutschland einig Vaterland“ passte nicht mehr zu ihrem deutschlandpolitischen Konzept. Die nationale Wiedervereinigung mit dem westdeutschen Teil war kein erstrebenswertes Ziel mehr; die Entwicklung der beiden deutschen Staaten in eine sozialistische und eine kapitalistische Nation galt als irreversibel. Von nun an wurde die Hymne als Instrumentalstück aufgeführt, ohne Gesang. Erst 1989 und 1990 sangen Demonstranten wieder die Hymne und bekräftigten so ihren Wunsch nach Wiedervereinigung.

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Raub|beut|ler  〈m. 3; Zool.〉 Angehöriger einer Familie der Beuteltiere, Raubtier u. Insektenfresser Australiens u. der umliegenden Inseln: Dasyuridae

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