19. Juli 64 Der Brand Roms - wissenschaft.de
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19. Juli 64

Der Brand Roms

Am 19. Juli 64 n. Chr. brach in den Verkaufsbuden beim Zirkus in Rom ein Feuer aus. Schnell breitete es sich im gesamten Gebiet aus. Versuche, das Inferno einzudämmen, schlugen fehl. Hilfsmannschaften und Flüchtende behinderten sich gegenseitig, in den engen und gewundenen Straßen Roms herrschte das Chaos. Brände hatte es schon mehrere in Rom gegeben, doch dieser überstieg alles bisher Dagewesene. Erst nach sechs Tagen gelang es, das Feuer einzudämmen, indem man eine ganze Häuserzeile niederriß und so eine Schneise in die Stadt schlug. Von den 14 Stadtvierteln Roms waren vier ganz und sieben teilweise niedergebrannt. Die Feuergefahr in Rom war allgegenwärtig. Die meist aus Holz gebauten Häuser und die offenen Feuer zum Heizen waren eine gefährliche Kombination. Zudem gab es zunächst keine organisierte Feuerwehr. Crassus, der zu seiner Zeit (115-53 v. Chr.) als der reichste Mann Roms galt, soll sein Vermögen unter anderem auf folgende Weise gemacht haben: Brannte in Rom ein Haus, erschien Crassus mit seiner privaten Feuerwehr, kaufte dem Hausbesitzer sein brennendes Haus billig ab und begann dann zu löschen. Die erste organisierte Feuerwehr kam erst unter Kaiser Augustus (27 v.Chr. – 14 n.Chr.) zum Einsatz. Den Großbrand im Jahr 64 n. Chr. nutzte einer zu seinem Vorteil: Kaiser Nero ließ sich auf einem Teil des so frei gewordenen Raums einen riesigen Palast bauen, die Domus Aurea. Allerdings kümmerte er sich auch um den Wiederaufbau der Stadt unter dem Aspekt, die Feuergefahr in Zukunft zu verringern. Die Straßen waren nun breiter und die Häuser vorzugsweise aus Stein gebaut und in der Höhe begrenzt. Sie sollten mit Innenhöfen versehen sein und mit den Mauern nicht mehr direkt aneinander grenzen. Gerüchte, Nero habe das Feuer legen lassen, um sich eine Stadt nach seinen Vorstellungen bauen zu können, sind ebenso wenig zu beweisen wie der Vorwurf, er habe die Schuld vorsätzlich auf die Christen geschoben. Sie waren es dann aber, die dafür mit ihrem Leben bezahlen mußten.

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