29. November 1947 Der letzte Schweizer Krieg - wissenschaft.de
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29. November 1947

Der letzte Schweizer Krieg

Kaum einen Monat dauerte die letzte kriegerische Auseinandersetzung auf Schweizer Boden – ein Bürgerkrieg, der etwa 100 Tote und 500 Verletzte zur Folge hatte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten sich die politischen und konfessionellen Gegensätze zwischen den Kantonen immer weiter zugespitzt. Sieben konservativ-katholische Kantone – Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug, Freiburg und Wallis – hatten sich im Dezember 1845 zu einem Sonderbund zusammengeschlossen, um ihre Gebiete und ihre kantonalen Verfassungen zu verteidigen. Diese Schutzvereinbarung war jedoch den liberal regierten Kantonen ein Dorn im Auge. Als schließlich diese politischen Kräfte in der Tagsatzung, der Versammlung der Kantonsabgeordneten, die Oberhand gewannen, hoben sie den Sonderbund im Juli 1847 eigenmächtig auf. Das aber bedeutete Krieg.

Der Genfer Guillaume Henri Dufour, Oberbefehlshaber der Armee der liberalen Kantone, appellierte an seine Soldaten, „aus diesem Kampfe nicht nur siegreich, sondern auch vorwurfsfrei“ hervorzugehen, alles unnötige Blutvergießen zu vermeiden und auf Plünderungen zu verzichten. Der Krieg sollte befrieden und keinen neuen Unfrieden stiften. Fast im Handumdrehen waren die katholischen Kantone besiegt. Am 29. November 1847 kapitulierte als letzter Kanton das Wallis. Der Weg war frei für die Umwandlung der Schweiz in einen Bundesstaat mit eigener Verfassung nach amerikanischem Modell, wenn auch in vielen Bereichen die Selbstbestimmung der Kantone belassen wurde.

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Blut|kon|ser|ve  〈[–v] f. 19; Med.〉 für Blutübertragungen konserviertes Blut

Mo|le|kül  〈n. 11; Chem.〉 kleinstes Teilchen einer chem. Verbindung aus zwei od. mehr Atomen [<frz. molécule ... mehr

nu|tri|tiv  auch:  nut|ri|tiv  〈Adj.; Med.〉 nahrhaft, Nahrungsmittel betreffend ... mehr

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