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29./30. September

Der Triumphzug des Pompeius

Auf großen Tafeln, die dem Triumphator Pompeius auf dem Weg zum römischen Kapitol vorangetragen wurden, stand geschrieben, welche Völker er im Namen Roms besiegt hatte. Neben vielen anderen waren da die Armenier, die Iberer und Albaner, die Phönizier sowie die Bewohner von Palästina, Judäa und Arabien aufgeführt. Der größte Sieg aber war dem Feldherrn über die Seeräuber gelungen, die jahrzehntelang die Schiffahrt im Mittelmeer bedroht hatten. Stolz führte Pompeius auch seine Gefangenen vor. Die Beutestücke und Siegeszeichen waren so zahlreich, daß ein Tag nicht genügte, um sie vorzuführen. Zwei volle Tage dauerte der Triumphzug, und immer noch war nicht alles gezeigt worden. So etwas hatte es in Rom vorher ebensowenig gegeben wie einen Feldherrn, der in seinem dritten Triumphzug bereits den dritten Kontinent besiegt hatte – nach Europa und Afrika nun Asien. Doch das ungewöhnlichste war, daß Pompeius eigentlich keinen einzigen Triumph hätte feiern dürfen. Gesetzlich waren die Voraussetzungen genau geregelt. Nur der Senat war dazu berechtigt, einen Triumph zu bewilligen, wenn die Soldaten ihren Feldherrn nach gewonnener Schlacht zum Imperator ausriefen. Feldherr konnte aber in Rom nur sein, wer zuvor die vorgeschriebene Ämterlaufbahn hinter sich gebracht hatte, und genau das war bei Pompeius nicht der Fall. Er hatte als junger Mann in den Bürgerkriegen eine Armee aus eigenen Mitteln aufgestellt und war in allen Schlachten so siegreich gewesen, daß der Senat für ihn eine Ausnahme machte. Auch hinter Pompeius stand aber während des Triumphzuges ein Sklave, der ihm, wie allen anderen Triumphatoren, immer zuflüsterte: „Erinnere dich daran, daß du ein Mensch bist.“ Schließlich sollte keinem, auch nicht Pompeius, der Erfolg zu sehr zu Kopf steigen.

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